Der 14. Heimat-und Geschichtsstammtisch

Am Mittwoch, dem 17. Januar 2018, lauschten 47 Geschichtsfreunde aus Klaffenbach und Umgebung sehr aufmerksam dem Thema „Die Besiedelung des Chemnitzer Raumes dargestellt an der Besiedelung von Klaffenbach im Lichte neuerer Forschungen“.

Vereinsmitglied Frank Müller ging zunächst auf den geringen Umfang schriftlicher Überlieferungen für die Zeit des 12. Jahrhunderts ein und zeigte dann, wie die Auswertung topographischer und sprachlicher Gegebenheiten sowie neuere archäologische Untersuchungen in Chemnitz verschiedene Fragen beantworten können.

So weisen die in den 1990er Jahren gefundene Keramik und die Hausgrundrisse auf süd- und mitteldeutsche Vorbilder hin. Die Anlage Klaffenbachs als Waldhufendorf und die typische Form der alten Wohnstallhäuser im Dorf deuten auf eine Besiedlung mit fränkischen Siedlern hin.

Aus der Anzahl der Hufen kann man überdies auf einen Umfang des einstigen Siedlerzuges von etwa 16 Familien schließen. Das Fehlen eines Lehngutes und die kirchliche Zugehörigkeit zu Neukirchen bis 1910 führen zu dem Schluß, daß Klaffenbach gleichzeitig oder kurz nach Neukirchen entstanden sein muß.

Die Fortsetzung des Vortrages im April soll anhand einer chronologischen Darstellung bekannter Ereignisse die mögliche Entstehungszeit Klaffenbachs weiter eingrenzen und zugleich der Frage nachgehen, wer die Ortsgründung veranlaßt haben könnte.

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