Hauptstraße 39

Die Hauptstraße 39 wurde auch als Gemeindekrankenhaus bezeichnet, weil es Leuten zur Verfügung gestellt wurde, die nicht mehr arbeiten konnten und daher auf Gemeindealmosen angewiesen waren. 1881 wurde das Haus von der Gemeinde einem Strumpfwirker namens Friedrich Hermann Schüppel verkauft. 1913 erbte seine Tochter Anna Maria Heydrich das Haus. Weitere Besitzerwechsel folgten.

Ansicht Hauptsraße 39

Ansicht aus den 30er Jahren. Auf dem Schild über der Eingangstür ist zu lesen: Installation elektrischer Licht- und Kraftanlagen Otto Seidel

Die kleine Brücke vor dem Haus, aus alten Betonschwellen hergestellt, und ein darunterliegendes Gasrohr war für den Dorfbach immer ein Hindernis, wenn bei Starkregen die Wassermassen allerlei Unrat und Gehölze mitführte, verklemmten sich diese unter der Brücke und führten dort häufig zu Überschwemmungen.
Das Haus wurde schließlich 1989 auf Grund seines desolaten Zustandes abgerissen.

Eine Geschichte zu unserem Rätselbild:
Eine Rätselfreundin hat uns zu unserem Bild eine Geschichte erzählt. Die Klaffenbacher Schule hatte 1952 die Schüler zu einer Buntmetall- und Schrottsammlung aufgerufen. Sie ist mit ihrer Freundin und einem Handwagen von Haus zu Haus gezogen, um Schrott oder eben Buntmetall einzusammeln. Nun gehen wir zum Müller-Haus, sagten sich die Mädchen, so wurde das Haus unseres Rätselbildes nach dem Namen des damaligen Besitzers genannt. Es wurde bei der Frau nachgefragt, und sie hat den zwei Mädchen eine Stelle an der Giebelseite gezeigt, wo sie einsammeln dürfen, was gebraucht wurde. Nun wurde der Handwagen vollgeladen und dieser hoch zur Schule gezogen. An der Annahmestelle staunte man enorm über die große Handwagenfuhre. Dafür gab es eine Belohnung bzw. Auszeichnung für die Mädchen. Sie bekamen beide einen Ballen Stoff dafür, worauf sie sehr stolz waren.
Ein Vater der beiden Mädchen war Schneider und hat aus dem Stoff jedem Mädchen ein Kleid genäht. Zu der Zeit war es für die beiden Mädchen ein tolles Erlebnis und bewahrt so eine Geschichte aus einer finanziell armen Zeit immer als gute Erinnerung auch im Alter, dieses Erlebnis weiter zu erzählen.

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